Comic (kurz:erklärt)

Der Begriff Comic kommt aus dem Englischen und bedeutet „Komik“. Er bezeichnet ein sehr breites Feld an Kunststilen, Kulturen und Themen.

In der Comicforschung beschäftigt man sich mit den Ursprüngen von Comics und kulturellen Unterschieden. Es gibt mehrere Ansätze festzulegen, was Comics ausmacht: Manche Forscher:innen vertreten, dass allein die Kombination von Bildern und Text schon ein Comic ist. Eine andere Definition besagt, dass ein Comic aus verschiedenen Abschnitten mit Bildern und Texten besteht.

Seit dem 19. Jahrhundert werden Comics immer erfolgreicher. In Comics werden aber auch Stereotype verfestigt, die in der Gesellschaft ohnehin existieren.

Die meisten Comickünstler:innen sind bis heute Männer, die meisten Leser:innen ebenfalls. Dementsprechend sind die Zielgruppen vieler Comics hauptsächlich Männer. In diesen Comics, in denen es beispielsweise um Superhelden geht, werden Klischees über Männlichkeit verfestigt. Comics, die Frauen als Zielgruppe ansprechen sollen, beschäftigen sich hingegen viel mit Emotionen und Kommunikation. 

Comics können aber auch eine gesellschaftskritische Rolle einnehmen. In den letzten Jahren wurden auch immer mehr feministische Autor:innen mit ihren Comics erfolgreich, in denen sie persönliche Geschichten und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar machen. Vor allem im Manga entwickelte sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Comicform für Frauen, die sich immer weiterentwickelte und wo es nun eine Strömung für vornehmlich homosexuelle Frauen gibt.

Bisher ist die Auseinandersetzung mit Sexualität, Geschlechterklischees und anderen Diskriminierungsformen kein großer Teil der Comicforschung und nur wenige Forscher:innen beschäftigen sich damit.