Posthumanistischer Feminismus (kurz:erklärt)

Eingebettet ist der posthumanistische Feminismus in den Forschungsbereich Posthumanismus. Posthumanistische Kritik versteht den Menschen als eines von vielen Lebensformen im Stadium der Evolution. Er wird damit nicht mehr als das einzig handlungsfähige Wesen gesehen. Handlungsfähigkeit und Aktivität können also nicht nur vom Menschen ausgehen, sondern können nach dieser Lesart allen Lebewesen zugesprochen werden.

Diesen Ansatz greift der posthumanistische Feminismus auf und hinterfragt die Gleichsetzung von Mensch und Mann sowie Mensch und Weiß-Sein. Es besteht demnach ein Zusammenhang zwischen Natur und Kultur. Was wir als Mann oder Frau verstehen, ist gesellschaftlich definiert. Das heißt, dass sich keine festen Merkmale bestimmen lassen, da sie in unterschiedlichen Zusammenhängen verschiedene Bedeutungen annehmen.

Da es sich beim Posthumanistischen Feminismus um eine philosophische Wissenschaft handelt, richtet sich Kritik gegen diesen Forschungsbereich häufig gegen seine ungenauen Konzepte. Auch ist nicht eindeutig geklärt, ab welchem Zeitraum von Posthumanismus gesprochen werden kann. Allerdings ermöglicht es gerade diese Unbestimmtheit, Normalitätsvorstellungen in einer Gesellschaft zu hinterfragen.