Altersarmut
- Alex Rau
- 31. Juli 2019
- 15 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Nov. 2025
kurz:erklärt
Altersarmut (kurz:erklärt)
Altersarmut beschreibt einen Mangelzustand in der Lebensphase des Alters. Unter Alter wird die Phase begriffen, die mit dem Renteneintritt zusammentrifft. Der Begriff Armut ist umkämpft. Er betrifft wirtschaftliche, soziale oder auch kulturelle Aspekte und wird unterschieden in absolute und relative Armut. Relative Armut wird am mittleren durchschnittlichen Einkommen gemessen. Relativ arm ist, wer weniger als 60 % dieses Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat.
Am häufigsten sind Frauen von Altersarmut betroffen. Hierfür sind die Erwerbsbiografien von Frauen ursächlich. Sie sind stärker von Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Care-Arbeit betroffen, Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit oder im Niedriglohnsektor. Hinzu kommt die ungleiche Entlohnung weiblicher Arbeit (Gender-Pay-Gap). Männer hingegen sind meist durchgehend vollzeitbeschäftigt. So liegt der daraus folgende Gender-Pension-Gap (der Abstand zwischen den Pensionshöhen) in Westdeutschland bei 42 % und in Ostdeutschland bei 22 %.
Der konservative Wohlfahrtsstaat, der sich in Deutschland im 20. Jh. entwickelte, führte dazu, dass die Absicherung im Alter von der individuellen lebenslangen Erwerbsfähigkeit abhängt. Frauen erfahren soziale Absicherung in der kapitalistischen Geschlechterordnung im Rahmen der Ehe durch den Ehemann und durch staatliche Transferleistungen. Die zunehmende Neoliberalisierung seit den 1990er Jahren führten überdies zu einer Ausweitung unsicherer und untypischer Beschäftigungsverhältnisse, den Ausbau privater Altersvorsorge und damit zu einer Zunahme von Altersarmut. Weibliche Lebensmuster, die häufig durch eine problembehaftete Vereinbarung von Erwerbs- und Care-Arbeiten gekennzeichnet sind, finden aktuell leider kaum Berücksichtigung im sozialen Sicherungssystem.
Einfache Sprache
Altersarmut bedeutet, dass ältere Menschen für ein gutes Leben zu wenig Geld haben. Das ist nicht nur ein persönliches Problem. Es ist ein gesellschaftliches Thema.
Wann ist jemand alt?
Das Alter ist nach der Kindheit und dem Erwachsenenalter der 3. Lebens-Abschnitt. Es ist nicht genau festgelegt, wann eine Person in diesem Lebens-Abschnitt ist.Für viele Menschen beginnt mit der Rente auch das Alter. Diese Idee stellt die Arbeit in den Mittelpunkt des Lebens. Aber das ist vor allem bei Männern so. Viele Frauen haben weniger für Geld gearbeitet. Zum Beispiel, weil sie sich um andere Menschen gekümmert haben. Oft um Familienmitglieder.
Wann ist jemand arm?
Es gibt zwei Arten von Armut: absolute Armut und relative Armut.
Absolute Armut bedeutet, dass Menschen nicht genug Geld für das Nötigste haben. Zum Beispiel für Essen oder eine Wohnung.
Relative Armut bedeutet, dass Menschen deutlich weniger Geld haben als die meisten anderen in ihrem Land. Dabei schaut man, wer weniger als 60 % des durchschnittlichen Einkommens hat. Damit kann man auch die Entwicklung von Armut beobachten. Von 2005 bis 2017 sind es mehr Menschen über 65 Jahre geworden, die von Altersarmut betroffen sind. Frauen sind im Alter häufiger arm als Männer.
Frauen bekommen meistens weniger Rente als Männer
Im Jahr 2015 bekamen Frauen im Durchschnitt 616 Euro Rente in Westdeutschland und 850 Euro in Ostdeutschland. Männer bekamen im Durchschnitt 1.117 Euro in Westdeutschland und 976 Euro in Ostdeutschland. Am stärksten von Altersarmut bedroht sind Frauen, die:
· Arbeiter:innen waren
· aus dem nichtwestlichen Ausland nach Deutschland gekommen sind
· wenig Bildung haben
· allein leben
Insgesamt bekommen mehr Frauen staatliche Unterstützung im Alter. Wahrscheinlich beantragen nicht einmal alle Frauen diese Unterstützung, die es könnten. Weil sie:
· sich schämen,
· zu bescheiden sind
· oder nichts davon wissen.
Man weiß nicht genau, wie viele Frauen im Alter arm sind. Sicher ist: Es sind mehr Frauen als Männer.
Warum sind mehr Frauen im Alter arm?
Ein häufiger Grund ist das unterschiedliche Arbeitsleben, um Geld zu verdienen. Oft arbeiten Männer viele Jahre durchgehend Vollzeit. Bei Frauen ist das anders. Sie arbeiten:
· gar nicht oder weniger Jahre für Geld
· mit einigen Jahren Unterbrechung, weil sie sich um Familienmitglieder kümmern
· Teilzeit
· für wenig Geld, ohne Sozialversicherungspflicht
Frauen haben öfter befristete Arbeitsstellen. Und sie haben häufiger Arbeitsstellen, bei denen man weniger Geld verdient. Sie verdienen auch dann weniger, wenn sie die gleiche Arbeit wie Männer machen. Das nennt man Gender-Pay-Gap, also Unterschied in der Bezahlung von Männern und Frauen. 2017 bekamen Frauen im Westen im Durchschnitt 22% weniger Geld als Männer, im Osten 6.7%. Die Folge ist auch eine Gender-Pension-Gap. Damit ist der Unterschied bei der Rente von Männern und Frauen gemeint. 2017 bekamen Frauen im Westen im Durchschnitt 42% weniger Rente, im Osten 22%.
In Ostdeutschland haben mehr Frauen für Geld gearbeitet als in Westdeutschland. Und sie haben mehr Jahre gearbeitet. Deshalb sind weniger Frauen in Ostdeutschland im Alter arm. In Westdeutschland hat früher in vielen Familien der Mann Vollzeit für Geld gearbeitet. Die Frau hat Vollzeit für die Familie gearbeitet. Bei einer Scheidung hatten Frauen deshalb oft kein Geld. Heute hat sich das etwas verändert. Mehr Frauen arbeiten auch im Westen für Geld. Aber viele arbeiten Teilzeit. Deshalb werden wahrscheinlich auch in der Zukunft viele Frauen weniger Rente bekommen. Und deshalb im Alter arm. Der Grund ist unser Rentensystem. Wer viele Jahre viel Geld einzahlt, bekommt eine höhere Rente. Eingezahlt wird über die Arbeit für Geld.
Forschung zu Altersarmut bei Frauen
Erst seit den 1990er Jahren untersucht die Wissenschaft, wie das Geschlecht Armut beeinflusst. Davor schaute man vor allem auf Klassen und Schichten.Heute gibt es dazu eine eigene Forschungsrichtung. Sie beschäftigt sich mit Ungleichheit zwischen Männern und Frauen.Diese Forschung schaut besonders darauf:
· wie der Kapitalismus Frauen benachteiligt
· warum viele Frauen unsichere und schlecht bezahlte Jobs haben
· wie unbezahlte Arbeit die Ungleichheit verstärkt.Zum Beispiel Kinderbetreuung oder Pflege.
Bisher wurden die Zusammenhänge zwischen Alter, Armut und Geschlecht nur wenig erforscht. Seit 1990 gab es viele Veränderungen im Renten-System. Unter anderem gibt es insgesamt weniger Rente. Das Rentenalter wurde auf 67 Jahre erhöht. Davor konnte man mit 65 in Rente gehen.
Und es gibt nun ein Drei-Säulen-Modell:
· gesetzliche Rente,
· private Vorsorge
· und Betriebsrente.
Gleichzeitig gab es große Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Mehr Menschen arbeiten in unsicheren und schlecht bezahlten Jobs. Dadurch haben sie später weniger Rente. Das gilt besonders für Frauen. Das Frauen ein größeres Risiko für Altersarmut haben, ist wissenschaftlich bewiesen. Das ist ein wichtiges Thema für die ganze Gesellschaft. Viele Wissenschaftler sagen deswegen:
Die Renten-Regeln müssen an das Leben von Frauen angepasst werden.
Es gibt schon Ideen für eine Rente, die Arbeit und Familienzeit besser berücksichtigt: Mit dem earner and carer model, also einem Modell für Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit.
Altersarmut ist ein gesellschaftliches Phänomen, das einen Mangelzustand in der Lebensphase des Alters beschreibt. Analytisch ist die Phase Alter im Lebenslauf nicht eindeutig bestimmbar, sondern biografisch wie soziohistorisch bedingt und gegenwärtig zunehmenden Pluralisierungsprozessen unterworfen (Backes & Clemens, 2013, S. 22–24). ‚Alter‘ gilt in industrialisierten Gesellschaften – in Abgrenzung zur Kindheit und zum Erwachsenenalter – zumeist als dritte Lebensphase, deren Beginn für gewöhnlich durch den Renteneintritt, d. h. durch das festgesetzte kalendarische Regelpensionsalter (van Dyk, 2015, S. 15–24), markiert wird. Die Vorstellung eines erwerbszentrierten ‚Normallebenslaufs‘ und die damit einhergehende Normierung von abweichenden, nicht erwerbszentrierten Lebensverläufen (Backes & Clemens, 2013, S. 11–12, S. 63) geriet aus feministischer und geschlechterwissenschaftlicher Perspektive als androzentrisches Konstrukt in die Kritik (vgl. Backes, 2002). Neben beispielsweise Kinder- oder Frauenarmut ist Altersarmut ein Begriff, mit dem Erscheinungsformen von Armut kategorial eingegrenzt werden (Butterwegge, 2009, S. 87–94; Heitzmann & Schmidt, 2002). Armut stellt eine „multidimensionale Lebenslage“ (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 523) dar, die ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte gleichermaßen betrifft (Butterwegge, 2009, S. 28, 2018, S. 17) und entweder an bestimmte Lebensphasen geknüpft ist oder sich dauerhaft fortsetzen kann (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 523). Armut respektive Altersarmut ist ein umkämpfter Begriff (Barlösius & Ludwig-Mayerhofer, 2001; Butterwegge, 2018, S. 23–29; vgl. kritisch Krämer, 2000; Schneider, 2015). Dessen wissenschaftliche Konzeptualisierung (Ressourcenansatz, Lebensstandardansatz, Lebenslagenansatz, Ansatz der Verwirklichungschancen [capability apporoach], Exklusionsansätze) (vgl. Dittmann & Goebel, 2018, S. 23–31) und politische Normsetzung hat entscheidende Auswirkungen auf die Festlegung von Armutsindikatoren und Armutsgrenzen, damit auch auf gesellschaftliche Armutszuschreibungen sowie auf Formen der Armutsbekämpfung (Heitzmann, 2002, S. 127; Mädje & Neusüß, 1996, S. 209; Dittmann & Goebel, 2018, S. 21). Eine in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft weitgehend anerkannte Unterscheidung ist diejenige zwischen absoluter und relativer Armut (Butterwegge, 2018, S. 8–13; Heitzmann, 2002, S. 126; Sellach, 2010, S. 473; Dittmann & Goebel, 2018, S. 22–23). [1]
Zur Ermittlung relativer Armut ist die Armutsrisikoquote ein häufig genutzter Indikator, mit dem der Anteil derjenigen Haushalte gemessen wird, die laut EU-Vorgaben weniger als 60 Prozent des ortsabhängigen mittleren durchschnittlichen Einkommens, des sogenannten Nettoäquivalenzeinkommens, zur Verfügung haben (Butterwegge, 2018, S. 14–15). Mithilfe dieser Quote kann zum einen eine kontinuierliche Zunahme der Armutsgefährdung für die Gruppe der über 65-Jährigen in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2017 aufgezeigt und zum anderen auf einen geschlechtsspezifischen Unterschied verwiesen werden: Frauen sind im Alter häufiger arm als Männer (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 111–112; Vogel & Künemund, 2018, S. 144–145, Statistisches Bundesamt, 2019). 2015 lagen die durchschnittlichen Rentenzahlungen bei Altersrenten in Deutschland bei Frauen mit ca. 616 Euro (West) und 850 Euro (Ost) deutlich unter denen der Männer (1.117 Euro West / 976 Euro Ost) (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 531). Aus einer intersektionalen Perspektive (vgl. Küppers, 2014) bilden die Kategorien weibliches Geschlecht, Arbeiter*innen- und nichtwestlicher Migrationshintergrund, geringe Bildung sowie Singlehaushalt miteinander verwobene Faktoren der Armutsgefährdung im Alter (Götz & Lehnert, 2016, S. 88; Vogel & Künemund, 2018, S. 147). Die höhere weibliche Bezugsquote von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bestätigt außerdem, dass Altersarmut insbesondere Frauen betrifft (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 113; Vogel & Künemund, 2018, S. 146–147). Studien weisen überdies auf eine hohe Dunkelziffer hin, da viele Frauen aufgrund von Scham, Unwissen oder Bescheidenheit ihren Anspruch auf Grundsicherung nicht geltend machen (Becker, Hauser, & Kortmann, 2005; Vogel & Künemund, 2018, S. 146–147). Weibliche Altersarmut wird dementsprechend unterschätzt, nicht zuletzt auch aufgrund unzureichender geschlechterdifferenzierter Messverfahren (Sellach, 2010, S. 473). So verschleiert beispielsweise die Haushaltsperspektive bei der Berechnung der Armutsrisikoquote die zwischen Männern und Frauen ungleich verteilten Armutsrisiken innerhalb einer Haushaltsgemeinschaft (Betzelt, 2018, S. 166). [2]
Empirisch betrachtet ist die höhere Armutsgefährdung von älteren Frauen auf geschlechtstypische Beschäftigungsmuster zurückzuführen: männliche Erwerbsbiografien sind überwiegend von Vollzeitbeschäftigung und Kontinuität gekennzeichnet, wohingegen viele weibliche Erwerbsbiografien durch niedrige bis keine Erwerbsbeteiligung, längere Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Care-Arbeiten, Teilzeitbeschäftigung sowie Beschäftigungen im Niedriglohnsektor ohne Sozialversicherungspflicht geprägt sind. Hinzu kommen ein doppelt segmentierter Arbeitsmarkt (vgl. Herrmann, 2014) sowie geschlechtsspezifische Lohnunterschiede bei gleicher Tätigkeit. Die aufgezeigten Aspekte summieren sich zum sogenannten Gender-Pay-Gap, der 2017 in Deutschland bei 22,5 % (West) bzw. 6,7 % (Ost) lag (vgl. WSI, 2019; Eicker 2017). Im Verlauf der Erwerbsbiografie kumulieren sich diese zum deutlich höheren Gender-Pension-Gap, der im Juli 2017 42 % (West) bzw. 22 % (Ost) betrug (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 529–531; Götz, Gajek, Rau & Schweiger, 2017, S. 55–59). Die deutlichen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland verweisen auf die wechselseitige Bedingtheit, die zwischen ‚privaten‘ Geschlechterarrangements und Lebensentscheidungen und den jeweiligen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Strukturen besteht. Aufgrund der höheren Erwerbsbeteiligung und der längeren Erwerbstätigkeitsdauer von Frauen in Ostdeutschland sind diese seltener von Altersarmut betroffen. Das für Westdeutschland hegemoniale male breadwinner model im Fordismus, auch Normalarbeitsverhältnis genannt (idealtypisch: männlicher Vollzeiterwerbstätiger und weibliche Vollzeitfamilienarbeitende), wirkte sich insbesondere im Falle der Scheidung als armutsgefährdend aus. Zwar lässt sich gegenwärtig eine diskursive Verschiebung hin zum adult worker model (idealtypisch: zwei Vollzeiterwerbstätige unabhängig vom Geschlecht) feststellen, empirisch jedoch eine Tendenz zum Eineinhalb-Ernährer-Model (idealtypisch: männlicher Vollzeiterwerbstätiger und weibliche Teilzeiterwerbstätige sowie Vollzeit-/Teilzeitfamilienarbeitende) nachweisen (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 119). Aufgrund dessen kann, gleichbleibende strukturelle Rahmenbedingungen vorausgesetzt, auch zukünftig eine höhere weibliche Armutsrisikoquote erwartet werden. [3]
Die strukturellen Ursachen für die vergeschlechtlichte Altersarmutsrisikoquote liegen im historisch gewachsenen, erwerbszentrierten System sozialer Sicherung. Mit der Ablösung feudaler großfamiliärer Strukturen wurde die Absicherung älterer Menschen zunehmend von deren individueller – lebenslanger – Erwerbsfähigkeit abhängig. Erst durch die rentenpolitischen Maßnahmen der 1957 unter Konrad Adenauer (1876–1967) durchgeführten Sozialreform, die sich mit den Schlagworten Lebensstandardsicherung, Umlageverfahren, Dynamisierung und Äquivalenzprinzip zusammenfassen lässt (Denninger, van Dyk, Lessenich & Richter, 2014, S. 69), wurde das Alter als eine erwerbsarbeitsbefreite und gesellschaftlich abgesicherte Lebensphase gesetzlich verankert und Altersarmut weitgehend eingedämmt (Denninger et al., 2014, S. 63–74; van Dyk, 2015, S. 17–20; Göckenjan, 2000, S. 298–375). Gleichzeitig wurde diese neue Form staatlicher Alterssicherung strukturell mit der Teilhabe an Erwerbsarbeit und mit Transfereinkommen (z. B. Witwenrente), die wiederum auf Erwerbsarbeit beruhen, verknüpft (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 532). Frauen waren in dieser Ausgestaltung des Sozialstaates und vor dem Hintergrund eines kapitalistischen Geschlechterregimes sowie eines geschlechtsspezifischen Zugangs zur Erwerbssphäre (vgl. Gruhlich, 2018) zwar immer mitabgesichert, dies aber überwiegend im Rahmen der Ehe und abhängig vom Ehemann (Mairhuber, 2002, S. 140–141). Die Etablierung dieses konservativen Wohlfahrtsstaatstypus (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 117; Betzelt, 2018, S. 169–170) führte zur Institutionalisierung geschlechtsspezifischer Armutsrisiken. [4]
Die strukturellen Dimensionen sozialer Ungleichheit stellen empirisch wie theoretisch die Perspektive dar, unter der Armut wissenschaftlich betrachtet wird. Ein geschlechtsspezifischer Blick hielt erst in den 1990er Jahren mit der Weiterentwicklung von Klassen-, Schicht- und Milieuansätzen hin zu Lebenslagemodellen und der Einforderung einer intersektionalen Perspektive Einzug in die allgemeine Ungleichheitsforschung (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 524–525). Gegenwärtig setzt sich eine eigene Forschungsrichtung der feministischen Theoriebildung mit der Erfassung und Analyse ungleicher Verhältnisse auseinander, die Konzepte feministischer Kapitalismuskritik (Aulenbacher, Riegraf & Völker, 2015) oder auch Konzepte zu Prekarisierung, Arbeit und Sorge einbezieht (Völker & Amacker, 2015; Aulenbacher et al., 2015; Rau, 2017; Motakef, 2015). Zwar hat die Alternsforschung vereinzelt seit den 1980er Jahren auf eine Spezifik weiblichen Alter(n)s hingewiesen (van Dyk, 2015, S. 21; Backes, 1983), und die Frauen- und Geschlechterforschung hat die Ursachen weiblicher Armutsrisiken in den letzten vier Jahrzehnten weitgehend aufgearbeitet (Sellach, 2010; Mairhuber, 2002; Reinl, 1997; Heitzmann & Schmidt, 2002; Riedmüller, 1984). Die Schnittstelle zwischen Alter, Armut und Geschlecht ist jedoch ein randständiges Thema (Ausnahmen: Mogge-Grotjahn, 2018; Butterwegge & Hansen, 2012; Götz, 2019). Nahezu eine Leerstelle im Feld vergeschlechtlichter Altersarmut bilden vor allem praxeologische Ansätze, die die Handlungsebene in den Blick nehmen (Mogge-Grotjahn, 2018, S. 533–534) und solche, die die subjektiven Dimensionen von Armut bzw. von Armutsgefährdung ausleuchten (Ausnahmen: Götz, 2019; Götz et al., 2017; Lejeune, Romeu Gordo & Simonson, 2017). [5]
Die Vielzahl der rentenpolitischen Maßnahmen seit den 1990er Jahren, insbesondere die Rentenniveausenkung, die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre und die Einführung des Drei-Säulen-Modells (Buntenbach, 2012, S. 227–228), führten zu einem Umbau des Sozialstaates und zu einer Ausweitung privater Vorsorge (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 121). Die zeitgleichen Wandlungsprozesse auf dem Arbeitsmarkt durch den Ausbau des Niedriglohnsektors und die Verbreitung atypischer und prekärer Beschäftigungsverhältnisse befördern eine Zunahme von Armut im Alter. Ohne politische Korrektive ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird (Vogel & Künemund, 2018, S. 149; Vogel, & Motel-Klingebiel, 2013a, 2013b). Auch wenn das strukturell bedingte, höhere Risiko weiblicher Altersarmut wissenschaftlich nachgewiesen wurde und zu einer der größten sozialpolitischen Herausforderungen gezählt werden kann (Butterwegge & Hansen, 2012, S. 128–129; Götz, 2019), wird es in den bisherigen Präventionsvorschlägen nicht als leitendes Organisationsprinzip des wohlfahrtsstaatlichen Systems anerkannt (Mädje & Neusüß, 1996, S. 206; Mogge-Grotjahn, 2018, S. 534). Innerhalb geschlechtertheoretischer Forschungsansätze wird zudem davor gewarnt, dass die Ausweitung des adult worker model die Mehrfachbelastung von Frauen verschärfe (Götz & Lehnert, 2016, S. 99; Auth, Klenner & Leitner, 2015). Im Gegensatz dazu müssten weibliche Lebensmuster, die häufig durch eine problembehaftete Vereinbarung von Erwerbs- und Care-Arbeiten gekennzeichnet sind, normgebend für das System sozialer Sicherung sein (Fraser, 1996, S. 429; Mairhuber, 2002, S. 152; Mogge-Grotjahn, 2018, S. 534–535). Konkrete Vorschläge und Möglichkeiten der Umsetzung einer strukturellen Änderung werden unter dem earner and carer model (Gornick & Meyers, 2003; Auth et al., 2015; Mogge-Grotjahn, 2018, S. 534–535) verhandelt. [6]
Literatur:
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Zitationsvorschlag:
Rau, Alex (2019). Altersarmutt. In Gender Glossar / Gender Glossary (6 Absätze). Verfügbar unter http://gender-glossar.de
Persistente URN:
urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-348047 (Langzeitarchiv-PDF auf Qucosa-Server)
Alex Rau

Alex Rau studierte Empirische Kulturwissenschaft / Europäische Ethnologie, Volkswirtschaftslehre (VWL) und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Stockholm University. Nach dem Abschluss des Studiums 2013 als Magistra Artrium lehrte und forschte sie bis 2015 am Institut für Empirische Kulturwissenschaft / Europäische Ethnologie an der LMU. Von 2015 bis 2019 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin im DFG-Forschungsprojekt „Prekärer Ruhestand. Arbeit und Lebensführung von Frauen im Alter“ unter Leitung von Prof. Dr. Irene Götz. 2018 war sie außerdem als Visiting Scholar am Department of Gender & Women's Studies an der University of California (UC Berkeley) und 2019 als Lehrbeauftragte am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel tätig. Aktuell arbeitet sie an der Fertigstellung ihrer Dissertation zum Thema weibliche Altersarmut. Sie ist Mitglied des internationalen Promotionsprogramms „Transformationsprozesse in Europäischen Gesellschaften“. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Geschlechterstudien und feministische Theorie, Aging Studies, Arbeits- und Prekarisierungsforschung sowie Soziale Ungleichheit und Engaged Anthropology.
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