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Ableismus

Rahel More & Michaela Joch
vor 5 Stunden
9 Min. Lesezeit

Ableismus bedeutet: Menschen werden wegen ihrer körperlichen, mentalen und geistigen Fähigkeiten auf- oder abgewertet. Aber nicht nur wegen Fähigkeiten, die sie wirklich haben, sondern auch wegen Vorurteilen, die prägen, wie andere Menschen über sie denken. Manche gelten dann als besser oder fleißig, andere werden benachteiligt oder ausgeschlossen. Besonders betroffen von Ableismus sind behinderte Menschen.

Die Bedarfe von behinderten Menschen werden in vielen Bereichen der Gesellschaft nicht mitgedacht, weil Nichtbehinderung als ‚normal‘ vorausgesetzt wird. Zum Beispiel wenn Gebäude oder Webseiten nicht barrierefrei sind, durch schwierige Sprache, starre Regeln in Schule oder Beruf, oder durch Vorurteile bei Bewerbungen. ‚Behindert‘ oder ‚verrückt‘ werden als Schimpfwörter verwendet und verstärken damit die Vorstellung von behinderten Menschen als anders und nicht normal. Aber auch Aussagen wie „Du bist viel zu hübsch, um im Rollstuhl zu sitzen“ sind ableistisch, weil sie auf der Auf- und Abwertung von bestimmten Körpern beruhen.

Der Begriff Ableismus kommt aus dem Englischen (to be able = etwas können) von behinderten Aktivist:innen und wurde bereits früh in queer-feministischen Bewegungen verwendet. Seit den 1990er-Jahren wird Ableismus wissenschaftlich untersucht. Ableismus kann zusammen mit anderen Formen von Diskriminierung vorkommen, z.B. mit Rassismus oder Sexismus. Auch behinderte Menschen haben Ableismus stark verinnerlicht, deshalb ist er oft schwer zu erkennen.

Was ist Ableismus?

Ableismus bedeutet:

Menschen werden wegen ihrer Fähigkeiten unterschiedlich behandelt.

Das ist ungerecht.

Zum Beispiel:

Ein Mensch kann nicht gut laufen.

Oder ein Mensch braucht mehr Zeit zum Lernen.

Manche Menschen denken deshalb:

Dieser Mensch kann weniger.

Dieser Mensch ist weniger wert.

Das ist falsch.

Alle Menschen sind gleich viel wert.

Das Wort Ableismus kommt von behinderten Menschen.

Sie protestieren damit gegen Ungerechtigkeit.

Frauen und Lesben mit Behinderungen in den USA haben schon vor 45 Jahren gegen Ableismus protestiert.

 

Ableismus und Sexismus hängen zusammen.

Sexismus bedeutet:

Menschen werden wegen ihres Geschlechts unterschiedlich behandelt.

Wegen Ableismus und Sexismus werden Frauen mit Behinderungen besonders

oft ausgegrenzt oder ausgeschlossen.

Weil ihre Körper andere Fähigkeiten haben.

Oder weil sie bestimmte Fähigkeiten nicht haben.

 

Wo gibt es Ableismus?

Ableismus gibt es in vielen Bereichen.

Zum Beispiel bei der Arbeit.

Ein Mensch mit Behinderung bewirbt sich um eine Stelle.

Aber die Firma lädt den Menschen mit Behinderung nicht ein.

Die Firma denkt:

Dieser Mensch kann die Arbeit nicht machen.

Dabei braucht der Mensch vielleicht nur Unterstützung.

Auch schwere Sprache kann Menschen ausschließen.

Zum Beispiel in Krankenhäusern.

Oder bei Verträgen.

Manche Menschen verstehen dann wichtige Informationen nicht.

 

Ableismus kann verletzen

Manchmal benutzen Menschen das Wort „behindert“ als Beleidigung.

Das ist verletzend.

Manchmal machen Menschen auch falsche Komplimente.

Zum Beispiel:

„Du bist viel zu hübsch für einen Rollstuhl!“ Dieser Satz klingt

freundlich.

Aber dahinter steckt eine falsche Vorstellung:

Menschen im Rollstuhl können nicht hübsch sein.

Auch Sexismus ist hier wichtig.

Viele Menschen glauben, dass Frauen hübsch sein sollen.

Und dass hübsche Frauen mehr wert sind.

Auch das ist Ableismus.

Menschen mit Behinderungen erleben manchmal sogar Gewalt.

Zum Beispiel:

Menschen mit Behinderungen werden beschimpft,

wenn sie etwas nicht machen können.

Oder Menschen mit Behinderung bekommen keine Hilfsmittel.

Die Vorstellung ist, dass man alles alleine schaffen muss.

Auch das ist Ableismus.

 

Was können wir gegen Ableismus tun?

Alle Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten.

Das ist normal.

Wir müssen deshalb unsere Gesellschaft verändern.

Gebäude müssen für alle zugänglich sein.

Informationen müssen leicht verständlich sein.

Menschen mit Behinderungen müssen mitentscheiden können.

 

Wichtig ist:

Jeder Mensch hat die gleichen Rechte.

Jeder Mensch verdient Respekt.

Und jeder Mensch soll selbstbestimmt leben können.

Der Begriff Ableismus ist abgeleitet vom englischen Wort ableism (to be able) und bezeichnet ein unterdrückendes Herrschaftssystem, welches auf einer Hierarchisierung von Menschen nach (zugeschriebenen) Fähigkeiten basiert. Aktivist:innen aus den angloamerikanischen Behindertenbewegungen prangerten unter diesem Begriff bereits vor Jahrzehnten Normalitätsvorstellungen als die Ursache ihrer Exklusion und Diskriminierung an. Aber auch in Frauen- und Lesbenbewegungen (in den USA) wurde Ableismus bereits früh thematisiert, etwa 1981 in der Mai-Ausgabe der feministischen Zeitschrift off our backs zum Thema Frauen mit Behinderungen. In einem open letter to disabled lesbians beschreibt arachne rae Ableismus als “the systemic oppression of a group of people because of what they can or can not do with their bodies or minds” (rae, 1981, p. 39). Deutlich wird auch, dass behinderte Feministinnen ebenso frühzeitig  eine analytische Differenzierung zwischen disabled und able-bodied vornahmen sowie Fragen von Ableismus und Geschlecht in Bezug zur gelebten Erfahrung psychosozialer Behinderungen setzten (z.B. house, 1981). [1]

Als theoretisches Konzept etablierte sich Ableismus erst ab den späten 1990er- und beginnenden 2000er-Jahren.  Erste wissenschaftliche Publikationen zu Ableismus wie jene der Geografin Vera Chouinard in Kanada (z.B. 1997; 2000) sowie der der Disability Studies Forscherin Simi Linton (1998) und der Philosophin Licia Carlson (2003), beide USA, sind aus einer kritischen Geschlechterperspektive verfasst. Chouinard (1997, S. 380) sieht Ableismus als “ideas, practices, institutions, and social relations that presume able-bodiedness, and by so doing, construct persons with disabilities as marginalized, oppressed, and largely invisible 'others'.” Aus diesem Verständnis geht ein für die spätere Theoretisierung von Ableismus wichtiger Aspekt hervor: die Konstruktion behinderter Menschen als anders oder abweichend aufgrund einer als selbstverständlich vorausgesetzten fähigen (z.B. nichtbehinderten) Körperlichkeit. Dies ist eng verknüpft mit einem Wissenschaftsverständnis, welches Empowerment und Machtkritik durch Forschung von Personen mit Erfahrungswissen einfordert. [2]

Mit  Feminist, Queer, Crip (Kafer, 2013) und Crip Theory: Cultural Signs of Queerness and Disability (McRuer, 2006), werden compulsory able-bodiedness und -mindedness1 aus einer geschlechterkritischen Perspektive bearbeitet, während Carlson (2001) auf cognitive ableism2 fokussiert. Rebecca Maskos (z.B. 2015) hat, wie einige andere Fachkolleg:innen aus den Disability Studies3, die wissenschaftliche Diskussion zu Ableismus im deutschsprachigen Raum geprägt und betont die Parallelen von (u.a.) Ableismus und Sexismus, welche privilegierte Positionen innerhalb einer gesellschaftlich geprägten Normvorstellung (männlich, ohne Behinderung) schaffen, die weit über Frauen- oder Behindertenfeindlichkeit hinausgeht. Swantje Köbsell (2015) resümiert diesbezüglich, dass das Konzept des Ableismus eine Perspektivenerweiterung biete: Einerseits als Analyseperspektive für die Aufarbeitung von Ausschluss-, Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen, andererseits für einen neuen Blickwinkel in der Forschung (siehe auch: Buchner, Pfahl & Traue, 2015). [3]

Im Alltag zeigt sich Ableismus auf unterschiedliche Weise, etwa dadurch, dass räumliche und soziale Umwelten wie Gebäude, Webseiten, Prozesse etc. meist für Personen gestaltet werden, die über bestimmte Fähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Hören verfügen und damit einer nichtbehinderten Norm entsprechen. Beispiele dafür können sein:

  • Im Gesundheitssystem oder in Verträgen wird ausschließlich schwere Fachsprache verwendet. Dies benachteiligt Menschen nicht nur im Zusammenhang mit dem Merkmal Behinderung, sondern ist auch verwoben mit sozialer Klasse und sprachlicher Fähigkeit (z.B. wenn die verwendete Sprache nicht der Erstsprache von Personen entspricht).

  • In der Schule wird vorausgesetzt, dass alle Kinder bis zur nächsten Pause ruhig sitzen. Auch hier geht es nicht nur um Fragen von Behinderung oder Nichtbehinderung, sondern um Vorstellungen fähiger Schüler:innen, die unter anderem von sozialer Klasse und Geschlecht geprägt sind (Haas, 2019). [4]


Ableistische Unterdrückung wird aber auch konkret an der Diskriminierung behinderter Menschen deutlich, zum Beispiel:

  • Behinderte Menschen werden nicht zum Bewerbungsgespräch für eine Stelle eingeladen, weil ihnen nicht zugetraut wird, die Arbeitsanforderungen zu erfüllen. Damit wird ihnen pauschal die Fähigkeit abgesprochen, den Voraussetzungen gerecht zu werden und etwaige Assistenz- oder Unterstützungsmöglichkeiten werden nicht in Betracht gezogen.

  • „Behindert/dumm/verrückt4/taub5“ werden in einem abwertenden Sinne oder als Slang verwendet, um (meist) etwas Negatives zum Ausdruck zu bringen. Die eigentliche Bedeutung dieser Termini sowie das Diskriminierungspotenzial der Äußerungen werden dabei nicht reflektiert, was zur Konstruktion behinderter Menschen als anders, abweichend oder nicht normal beiträgt.

  • Behinderte Menschen erleben in Abhängigkeitsverhältnissen, etwa in der Familie und der Pflege, aber auch in Bildungs- oder Arbeitskontexten ableistische Gewalt. Das reicht von Beschimpfungen oder Demütigungen, wenn Anforderungen nicht erfüllt werden können, über das Verweigern von notwendigen Hilfsmitteln bis hin zu körperlicher Gewalt (Brown, 2017). [5]


Ableismus geht also zwar über die Feindlichkeit gegenüber behinderten Menschen hinaus, hängt aber mit dieser zusammen. „Behindertenfeindlichkeit“ hat, etwa in der Form von Hassverbrechen gegen behinderte Menschen, drastische, mitunter sogar tödliche, Auswirkungen, wie das von AbilityWatch e. V. initiierte Rechercheprojekt #AbleismusTötet6 aufzeigt. Häufig äußert sich Ableismus gegenüber behinderten Menschen aber subtiler durch Mikroaggressionen, Vorurteile oder stereotype Bilder (Friedman, 2018). Zugleich existiert benevolent ableism, womit Aussagen und Handlungen bezeichnet werden, die dem Anschein nach wohlmeinend sind, jedoch tief verwurzelte ableistische Herrschaftsverhältnisse aufrechterhalten (Nario-Redmond, Kemerling & Silverman, 2019). „Du bist viel zu hübsch, um im Rollstuhl zu sitzen!“ als vermeintliches Kompliment gegenüber einer weiblich gelesenen Person reduziert sie auf ihr Äußeres und antizipiert körperliche Attraktivität im Sinne eines Entsprechens hegemonialer Schönheitsnormen als unvereinbar mit stereotypen Vorstellungen von Behinderung. Dadurch wird eine intersektionale Verschränkung zwischen Ableismus und Sexismus deutlich, die sich auch in anderen Bereichen der Gesellschaft beobachten lässt. Beispielsweise wirkt die Missachtung reproduktiver Rechte auf Basis eugenischer und ideologischer Motive7 (Mayrhofer, 2019) bis heute in Form von Unfähigkeitszuschreibungen fort (andererseits, 2026). [6]

Wir alle sind ableistisch sozialisiert, das heißt Ableismus wird auch von behinderten Menschen internalisiert und formt ihr Selbstbild – zugleich bleibt diese Sozialisierung oft unbemerkt und Ableismus wird nicht als solcher wahrgenommen oder benannt (Köbsell, 2015). Deshalb ist Ableismus ein so machtvolles, schwer zu bearbeitendes Herrschaftsverhältnis, das in allen Bereichen des Lebens wirksam ist. Die Kritik an Ableismus ist gleichermaßen geprägt von aktivistischen wie wissenschaftlichen Stimmen, die für die Auseinandersetzung mit Ableismus für Menschen mit unterschiedlichen Privilegierungs- und Marginalisierungserfahrungen bedeutsam sind. Die wissenschaftliche Diskussion zu Ableismus ist jedoch für die Mehrheitsgesellschaft schwer zugänglich, weshalb uns als Verfasserinnen dieses Beitrags auch die Wissenschaftskommunikation in diesem Bereich ein Anliegen ist.8 [7]

Endnoten

1 Mit complusory able-bodiedness meint McRuer (2006) in Orientierung an und verwoben mit compulsory heterosexuality die Vorstellung einer Art zwingenden fähigen Körperlichkeit, die auf teilweise sehr subtile Weise Körper diszipliniert. In vielen Publikationen bezieht sich diese Kritik auf ein breites Körperverständnis, das auch psychische und geistige Aspekte mitumfasst, während anderorts explizit auch auf able-mindedness verwiesen wird.

2 Carlson (2001) fokussiert cognitive ableism im Sinne von “prejudice or attitude of bias in favor of the interests of individuals who possess certain cognitive abilities (or the potential for them) against those who are believed not to actually or potentially possess them.” Es geht hier also um Vorurteile, die zu einer Privilegierung jener führen, denen kognitive Fähigkeiten zugeschrieben werden, gegenüber jenen, denen diese aberkannt werden.

3 Die Disability Studies sind eine kritisch-emanzipatorische Wissenschaftsrichtung, die sich mit der Erforschung von Behinderung befasst und eng mit sozialen Bewegungen behinderter Menschen verwoben ist (Waldschmidt & Karim, 2022). In den deutschsprachigen Disability Studies gibt es ebenfalls zahlreiche Forschungen mit Gender- und Queer-Studies-Bezügen, von denen einige explizit sowie viele implizit zur Theoretisierung von Ableismus beitragen (Raab & Ledder, 2022).

7 So zum Beispiel in der sogenannte „Rett-Klinik“ in Wien, welche bis in 1980er Jahre eine „absolute Monopolstellung in der Behandlung und Beratung“ (Mayrhofer, 2019, S. 21) von Menschen mit Behinderungen in Österreich hatte: „Neben dem ‚störenden‘ Verhalten bestand ein zentrales Problem für Rett in der Gefahr der Fortpflanzung von Menschen mit Behinderungen. […]  Die empirischen Daten machen deutlich, dass Rett Sterilisierungen nur bei Mädchen und Frauen, nicht aber bei Burschen und Männern mit Behinderungen empfahl, manifestierten sich doch die generativen Folgen des sexuellen Kontaktes am bzw. im Körper von Frauen.“ (Mayrhofer, 2019, 22f.)

 

Literatur

Andererseits (2026). Hauptsache du kriegst kein Kind. Zugriff am 01.07.2026. Verfügbar unterhttps://www.andererseits.org/wp-content/uploads/2026/03/Recherche_Zusammenfassung-andererseits.pdf


Brown, Lydia X.Z. (2017). Ableist shame and disruptive bodies: Survivorship at the intersection of queer, trans, and disabled existence. In Andy J. Johnson, J. Ruth Nelson & Emily M. Lund (Hrsg.), Religion, disability, and interpersonal violence (S. 163-178). Cham: Springer International.


Buchner, Tobias, Pfahl, Lisa, & Traue, Boris (2015). Zur Kritik der Fähigkeiten: Ableism als neue Forschungsperspektive der Disability Studies und ihrer Partner_innen. Zeitschrift für Inklusion, 2. Zugriff am 01.07.2026. Verfügbar unter https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/273


Carlson, Licia (2001). Cognitive ableism and disability studies: Feminist reflections on the history of mental retardation. Hypatia, 16(4), S. 124-146.


Chouinard, Vera (2000). Life at the margins: disabled women's exploration of ableist spaces. In Elizabeth Kenworthy Teather (Hrsg.), Embodied Geographies: Spaces, Bodies and Rites of Passage (S. 142-156). London: Routledge.


Friedman, Carli (2018). Aversive Ableism: Modern Prejudice Towards Disabled People. Review of Disability Studies, 14(4), 1–21.


Haas, Benjamin (2019). Zur Konstitution des,ableist divide‘ in der sonderpädagogischen Wissensproduktion zum Gegenstand ADHS. Sonderpädagogische Förderung heute, 64(3), S. 253-264.


house, seamoon (1981). a radical feminist model of psychological disability. off our backs, 11(5), S. 34-35.

Kafer, Alison (2013). Feminist, Queer, Crip. Bloomington: Indiana University Press.

Köbsell, Swantje (2015). Ableism: Neue Qualität oder› alter Wein‹ in neuen Schläuchen? In Iman Attia, Swantje Köbsell & Nivedita Prasad (Hrsg.), Dominanzkultur reloaded (S. 21-34). Bielefeld: transcript.


Linton, Simi (1998). Claiming Disability: Knowledge and Identity. New York: NYU Press.

Maskos, Rebecca (2015). Ableism und das Ideal des autonomen Fähig-Seins in der kapitalistischen Gesellschaft. Zeitschrift für Inklusion, 2. Zugriff am 01.07.2026. Verfügbar unter https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/277


Mayrhofer, Hemma (2019). Bedrohliche Körper und Bedürfnisse. Eugenisch motivierte Sterili-sation von Mädchen und jungen Frauen mit Behinderungen in der österreichischen Nach-kriegsgeschichte. AEP Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, 1(1), 20–24.


McRuer, Robert (2006). Crip Theory. Cultural Signs of Queerness and Disability. New York: NYU Press.


Nario-Redmond, Michelle R., Kemerling, Alexia A., & Silverman, Arielle (2019). Hostile, benevolent, and ambivalent ableism: Contemporary manifestations. Journal of Social Issues, 75(3), 726–756.


Raab, Heike & Ledder, Simon (2022). Gender & Queer Studies in den Disability Studies. In Anne Waldschmidt (Hrsg.), Handbuch Disability Studies (S. 357-374.). Wiesbaden: Springer VS.


rae, arachne (1981). open letter to disabled lesbians. off our backs, 11(5), S. 39.

Waldschmidt, Anne & Karim, Sarah (2022). Was sind Disability Studies? Profil, Stand und Vokabular eines neuen Forschungsfeldes. In Anne Waldschmidt (Hrsg.), Handbuch Disability Studies (S. 1-15). Wiesbaden: Springer VS.


Zitationsvorschlag:

tba


Persistente URN:

tba


Foto © Rahel More

Rahel More, Dr.in 


Dr.in Rahel More, BA MA (sie/ihr, Jg. 1990) ist Postdoc am Institut für Bildungswissenschaft, Arbeitsbereich inklusive Pädagogik, der Universität Wien sowie am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Arbeitsbereich Sozialpädagogik, der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dis/Ability, Sozialpädagogik, Inklusion und Intersektionalität, partizipative und kollaborative Methodologien, international vergleichende Perspektiven sowie Kinder- und Jugendhilfeforschung. Rahel More ist Mitglied des Kärntner Monitoringausschusses zur Überwachung der Umsetzung der UN BRK und ist aktiv im Team von Disability Studies Austria. Sie war bereits bzw. ist an den Universitäten Wien, Graz, Klagenfurt und Salzburg als Lehrende tätig.




Michaela Joch

Michaela Joch, BSc MSc (sie/ihr, Jg. 1988) ist Mitarbeiterin am Institut für Bildungswissenschaft, Arbeitsbereich inklusive Pädagogik, der Universität Wien und Doktorandin an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Disability Studies, intersektionaler Ableismus, Inklusion und Chancengerechtigkeit im Kontext von Arbeit und Bildung, sowie Barrierefreiheit und Zugänglichkeit. Michaela Joch ist Mitglied des Unabhängigen Monitoringausschusses zur Überwachung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich und Gründungsmitglied des Kompetenzteams Frauen mit Behinderungen (Österreichischer Behindertenrat). Sie lehrt außerdem an der Universität Wien, der FH Technikum Wien und der Bertha von Suttner Privatuniversität.



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