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  • Annedore Prengel

Pädagogik der Vielfalt


kurz:erklärt

1. Erkenntnistheoretische Grundlagen


Mit der Frage nach Vielfalt in der Pädagogik wird eine unabschließbare Denkbewegung in Gang gesetzt, die durch eine Vielfalt von Erkenntnisperspektiven gleitet. Dabei ist die perspektivitätstheoretische Einsicht grundlegend, dass kognitive Situationen perspektivisch bedingt sind. Für die anhand der Kategorie der Vielfalt anzustrebenden Einsichten werden Blicke in verschiedene Ausschnitte sozialer Lebenswelten im Kontext je verschiedener Größendimensionen der gewählten Erkenntnisgegenstände gerichtet: [1]

  • Wir gehen aus von einer globalen Universalperspektive, in der Aussagen über alle Menschen möglich sind. Diese betreffen existentielle Bedingungen wie Geburt und Tod sowie anthropologische Grundbedürfnisse nach Nahrung, Schutz und geistiger Anregung. In globaler Perspektive werden die universellen Menschenrechte formuliert, in denen Menschenwürde, gleiche Freiheit und gleiche Rechte, die allen Menschen zukommen, begründet werden. [2]

  • Dann können wir gleiten hin zu Makroperspektiven mit jeweils riesigen Reichweiten. Dabei geht es um die interkollektive Verschiedenheit und Gleichberechtigung sehr großer Gruppierungen, die sich in ihren sozialen Bewegungen zum Beispiel hinsichtlich von Geschlechtlichkeiten, interkulturellen Ethnien, sozioökonomischen Herkünften, Generationen, Religionen oder körperlichen und geistigen Fähigkeiten unterscheiden. [3]

  • In Perspektiven mittlerer Reichweite können wir intrakollektive Untergruppen der großen Gruppierungen mit ihren je besonderen Interessen wahrnehmen. Hier kommen sich überschneidende „intersektionale“ Perspektiven ins Spiel, so wenn es zum Beispiel um Lebenszusammenhänge und Interessen von Menschen geht, die arm, jung, und in eine neue kulturelle und religiöse Umwelt eingewandert sind. [4]

  • In interpersonellen Mikroperspektiven kommen Individuen in den Blick. Dann kann die Einzigartigkeit jeder Person erkennbar werden. [5]

  • Schließlich können wir in immer noch feinere Weltausschnitte hineingleiten. Wenn wir eine verfeinerte intrapersonelle Mikroperspektive einnehmen, können wir verschiedene, auch gegensätzliche oder teilweise unbewusste Persönlichkeitsanteile entdecken. [6]

 

Im perspektivischen Gleiten zwischen den hier benannten pluralen Weltausschnitten war von Bewegungen von Erkenntnissubjekten die Rede. An dieser Stelle können wir uns klar machen, dass sich auch unsere Erkenntnisgegenstände permanent sowohl in Bewegung als auch in Beziehungen befinden: [7]

  • Wenn wir nach Veränderlichkeit des Vielfältigen in der Zeit fragen, werden Transgressionen wahrnehmbar. So können wir die Vorstellung aufgeben, wir hätten es mit feststehenden mit sich selbst gleich bleibenden sozialen Gegebenheiten zu tun. Der in den verschiedenen - universellen, größeren interkollektiven, kleineren intrakollektiven, interindividuellen und intrapersonellen - Größendimensionen sich stets ereignende dynamische Wandel der Menschen wird wahrnehmbar. [8]

  • Wenn wir die sich vielfältigen verändernden sozialen Gegebenheiten analysieren, können wir einsehen, dass Transgressionen stets in Beziehungsdynamiken stattfinden. In allen Größendimensionen besteht das Vielfältige aus relationalen Prozessen. [9]

 

Aus den bisher hier dargelegten sieben perspektivischen Zugängen lässt sich zusammenfassend eine pädagogisch hochbedeutsame Charakterisierung von Vielfalt ableiten: [10]

  • Vielfalt ist eine Kategorie, die soziale Gegebenheiten weder festschreibend definiert noch vereindeutigend umreißt. Wir haben es vielmehr grundsätzlich zu tun mit der Unbestimmbarkeit des Vielfältigen. [11]

 

2. Verwandte begriffliche und theoretische Zugänge unterschiedlicher Entstehungskontexte


Pädagogik der Vielfalt entstand im Kontext international verbreiteter Strömungen, die in sozialen Bewegungen, interdisziplinären Forschungsrichtungen und pädagogischen Konzeptionen zu finden sind. In deutschsprachigen Bildungskontexten kristallisierte sich Pädagogik der Vielfalt im Kontext von integrativen, feministischen und interkulturellen pädagogischen Ansätzen heraus, die im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in alltäglicher Praxis und vielseitigen Untersuchungen zunehmend Gestalt angenommen haben. Mit der Studie ‚Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik‘ habilitierte sich die Autorin dieses Beitrags 1989 an der TU Berlin. Nachdem es sich zunächst als schwierig erwiesen hatte, für die Publikation des Buches zu diesem Thema einen Verlag zu finden, konnte die gleichnamige Veröffentlichung endlich im Jahr 1993 im Budrich Verlag erscheinen. Das Buch erschien seither in mehreren Auflagen - zuletzt ergänzt um ein aktuelles Vorwort im Jahr 2019. Der Text wird nach wie vor rezipiert und diskutiert; Grundgedanken und neue Perspektiven wurden in weiteren Publikationen ausdifferenziert (z.B. Prengel, 1999, 2002, 2007, 2010; 2011, 2013, 2014, 2015, 2017, 2022). [12]

 

Im Jahr 1993, dem Erscheinungsjahr der ersten Auflage von Pädagogik der Vielfalt, veröffentlichten zwei weitere Protagonisten der damaligen Integrationsforschung, Ulf Preuß-Lausitz (1993) und Andreas Hinz (1993), Bücher mit ähnlichen Titeln (Prengel, 2019, S. 1, 2022, S. 51-58). Auch darin kommt - ebenso wie in früheren Publikationen (vgl. z.B. Aab u.a., 1974; Deppe-Wolfinger u.a., 1990) - zum Ausdruck, dass die Anfänge inklusiver Pädagogik im Zeitraum etwa seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zu verorten sind. Im 21. Jahrhundert erfuhren sie durch die Behindertenrechtskonvention einen deutlichen Schub (Preuß-Lausitz, 2019). Diese Entwicklungen spiegeln sich eindrucksvoll auch in einer Reihe von (und zuletzt zunehmend erscheinenden) Handbüchern wider (zuerst mit zahlreichen Folgeauflagen in zwei Jahrzehnten Eberwein, 1988; Wagner, 2017; Amirpur & Platte, 2017; Sturm & Wagner-Willi, 2018; König & Heimlich, 2020; Köpfer u.a., 2021). Zugleich lassen sich Spuren einer langfristigen historischen Vorgeschichte über Jahrhunderte zurückverfolgen (Lindemann u.a. 2020). [12]

 

Geistesgeschichtliche und sozialwissenschaftliche Quellen sind für das Verständnis von Pädagogik der Vielfalt aufschlussreich, weil sich in ihnen Spuren des Denkens der Verschiedenheit finden lassen. Obwohl sie in verschiedenen soziokulturellen und wissenschaftlichen Kontexten Gestalt angenommen haben, enthalten sie alle den unauflöslichen Zusammenhang von Gleichheit und Verschiedenheit (Literaturangaben zu den folgenden Punkten in Prengel, 2014). [13]

  • Heterogenität: In antiken philosophischen Aussagen wird Heterogenes definiert als „Verschiedenes, das einander nicht untergeordnet ist“ (Kategorienlehre des Aristoteles). Damit ist der Begriff der Heterogenität grundsätzlich mit Hierarchiekritik verknüpft. [14]

  • Alle alles zu lehren: Im neuzeitlich-religiösen Humanismus wird gefordert, allen Menschen angesichts einer Bewusstheit für ihre vielseitigen Verschiedenheiten Bildung zukommen zu lassen (Johan Amos Comenius). [15]

  • Toleranz: In der philanthropischen Pädagogik der Aufklärung wird Toleranz allen Menschen gegenüber in Verbindung mit Bildung für alle gefordert (Friedrich Eberhard von Rochow). [16]

  • Mannigfaltigkeiten: Ein Begriff, der u.a. in den wachsenden Naturwissenschaften der Aufklärung verwendet wird, um Verschiedenheiten auch in Flora und Fauna zu untersuchen. [17]

  • Gleichheit ohne Angleichung: Im philosophischen Denken zu Anfang des 20. Jahrhunderts findet sich ein klassisch zu nennendes Diktum des Neukantianers Wilhelm Windelband (1910): „Gleichheit ist ein Verhältnis, in dem Verschiedenes zu einander steht“. Der Historiker Otto Dann verdeutlicht diese Erkenntnis, indem er klarstellt, dass Hinsichten zu benennen sind, wenn sinnvoll von Gleichheit die Rede sein soll. In diesem Sinne fordert Ute Gerhard (1990) in der zweiten Frauenbewegung „Gleichheit ohne Angleichung“. Auch wenn von Vielfalt die Rede ist, ist die Klärung der Hinsicht, in der von Vielfalt gesprochen wird, notwendig. [18]

  • Ohne Angst verschieden sein: In der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule sind das Postulat des „Miteinander der Verschiedenen“ (Adorno 1976, S. 130 f) sowie die Kategorie des „Nichtidentischen“ (ders. 1980) entwickelt worden, in denen etwas von der oben genannten Unabschließbarkeit und Unbestimmbarkeit der Frag nach Vielfalt anklingt. [19]

  • „Mitschöpferische Pluralität“: Hannah Arendt denkt Pluralität als etwas, das sich kreativ und intersubjektiv ereignet („Wahrheit gibt es nur zu zweien“. Briefe an die Freunde. Herausgegeben von Ingeborg Nordmann. Piper, München, Zürich 2013. 464 S., Fr. 42.90. Rezension: https://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/weitherzige-dialograeume-1.18280085 [20]

  • Diversity: Dieser Begriff nahm in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Gestalt an. Er hat internationale Bedeutung gewonnen, wird von diversen sozialen Bewegungen und Diversity-Studies genutzt und bezieht sich inzwischen auf eine Fülle von Vielfaltsdimensionen (Krell u.a. 2007). [21]

  • Differenz: Im Denken einer Postmodernen Pluralität, das vor allem in französischen philosophischen Ansätzen zum Ausdruck gebracht wurde, wird eine Kritik an Analogie-, Symmetrie-, Komplement- und Hierarchiebildungen einflussreich artikuliert. Das Kunstwort der Différance weist Bezüge zum Nichtidentischen der Kritischen Theorie und zur Unbestimmbarkeit des Vielfältigen (s.o.) auf (Postmoderne Pluralität, 20. Jh.. Irigaray, Derrida, Lyotard) [22]

  • Archipelisches Denken: Im Ansatz des postkolonialen karibisch-französischen Denkers Édouard Glissant (2005) kommt der Wunsch Vielfalt anhand der Metapher diverser Archipele zu imaginieren, also als getrennte Inseln des Verschiedenen, zwischen denen man gleichwohl hin- und herreisen kann. [23]

  • „Jedem zu gewähren seinen ureigensten Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten“: Im französischen gemeinsamen Ansatz der Philosophin Julia Kristeva und des Sonderpädagogen Charles Gardou (2012, S. 47) wird Anerkennung der verschiedenen Beiträge verschiedener Menschen zu einer Gemeinschaft, in der das soziale Band hält, gefordert. Denkweisen der Postmoderne und der Aufklärung werden verknüpft. [24]

  • Pluralität als Reichtum in einem gemeinsamen Raum: Die französische Philosophin Corinne Pelluchon (2019) postuliert Zusammenleben in einem gemeinsamen Raum, in dem die Individuen sich wertgeschätzt fühlen und ihren Beitrag leisten können. [25]

 

Den Ansätzen, in denen Verschiedenheit auf so vielfältige Weise konstruiert wird, wohnen von Anfang an Elemente der Gleichheit und Freiheit inne. Alle Ansätze können darum als menschenrechtlich orientiert angesehen werden. In den universellen menschenrechtlichen Prinzipien einer solidarisch vertretenen gleichen Freiheit lässt sich der Kerngedanke der Pädagogik der Vielfalt herausarbeiten. Wenn Menschen als einzelne oder als Gruppe frei leben können, können sich vielfältige Lebensweisen entfalten. Vielfalt geht in dem Maße aus Freiheit hervor, in dem alle Menschen Freiheitsrechte genießen können. [26]

 

3. Pädagogische Konzeptionen der Vielfalt zwischen Gruppeninteressen und universellen Menschenrechten


Gesellschaftlich nimmt Vielfalt Gestalt an, indem diverse soziale Bewegungen in unabschließbaren Prozessen ihre Benachteiligung und Diskriminierung bekämpfen und gleiche Freiheit für ihre vielstimmigen Gruppierungen fordern. Aus diesen Kämpfen sind vielfältige Studienrichtungen und pädagogische Konzeptionen hervorgegangen. Dazu gehören unter anderem: feministische, geschlechterdemokratische, interkulturelle, antirassistische, antihomophobe, interreligiöse, integrative, palliative und kinderrechtliche Pädagogiken. Jeder dieser Ansätze nimmt zunächst die eigene Bezugsgruppe mit ihren Lebenslagen, Lernchancen, Diskriminierungen und Benachteiligungen in den Blick und entwickelt an Partialinteressen der eigenen Bezugsgruppe orientierte Bildungskonzeptionen. Das ist phasenweise legitim und notwendig, um Gruppeninteressen sichtbar zu machen. Aber Pädagogik der Vielfalt bedeutet die Konzentration auf Partialinteressen in gruppenbezogener Perspektive auch schrittweise zu überwinden, um die universelle Perspektive der Menschenrechte einzunehmen. Diese universelle Perspektive hat Gestalt angenommen in gruppenverbindenden Ansätzen, die in unterschiedlichen Kontexten entstanden sind und grundlegende Gemeinsamkeiten aufweisen: Inklusive Pädagogik, Menschenrechtsbildung, Anti-Bias-Education, Social Justice Education oder eben Pädagogik der Vielfalt. [27]

 

Pädagogik der Vielfalt in pädagogischen Arbeitsfeldern lässt sich auf fünf Handlungsebenen knapp beschreiben: [28]

  • Auf der institutionellen Ebene werden alle Lernenden eines Sozialraums in eine gemeinsame Einrichtung aufgenommen, so dass heterogene Lerngruppen entstehen. Menschen- und Kinderrechte werden in Leitbild und Hausordnung verankert. [29]

  • Auf der professionellen Ebene kooperieren in der gemeinsamen Institution Personen aus Fachdidaktiken, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik. Sie realisieren verbindlich multiprofessionelle Kooperation. [30]

  • Auf der relationalen Ebene werden anerkennende pädagogische Beziehungen gepflegt und Lernende werden zu anerkennenden Peer-Beziehungen angeleitet. [31]

  • Auf der didaktischen Ebene werden im Kontext von Freiarbeit bzw. Lernbüroarbeit individuelle Lernausgangslagen erfasst, um differenzierte Lernanbausteine anzubieten, so dass die einzelnen Lernenden, die Zone ihrer nächsten Entwicklung in den Lernbereichen und Fächern anstreben können. Inhalte der Kerncurricula werden individualisiert angeboten. Freiräume für Themen und Interessen der Lernenden werden eröffnet. Ergänzend kommen Epochen und Projekte für das differenzierte Lernen am gemeinsamen Gegenstand hinzu. [32]

  • Auf der bildungspolitischen und finanziellen Ebene wird für ausreichende personelle und materielle Ausstattung Sorge getragen. [33]

 

Die hier aufgeführten Handlungsebenen können zum Zweck der Analyse getrennt betrachtet werden, aber in pädagogischen Arbeitsfeldern beeinflussen Ereignisse auf unterschiedlichen Ebenen einander wechselseitig. Diesen Zusammenhängen wurde und wird in vielseitigen Untersuchungen nachgegangen (vgl. z.B. Lütje-Klose u.a., 2017, 2018; Preuß, 2018; Werning, 2017; Rackles, 2021; Prengel, 2022). [34]


Überblicksliteratur:

Prengel, Annedore (2019, zuerst 1993). Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: Springer VS.


Prengel, Annedore (2022). Schulen inklusiv gestalten. Eine Einführung in Gründe und Handlungsmöglichkeiten. Opladen: Budrich.


Literatur:

Aab, Johanna; Pfeifer, Tilo; Reiser, Helmut & Rockemer, Hans-Georg (1974). Sonderschule zwischen Ideologie und Wirklichkeit. Weinheim: Juventa.


Adorno, Theodor W. (1976). Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Frankfurt am Main: Suhrkamp


Adorno, Theodor W. (1980). Negative Dialektik. Frankfurt am Main: Suhrkamp.


Amirpur, Donja & Platte Andrea (2017) (Hrsg.). Handbuch inklusive Kindheiten. Opladen: Budrich.


Deppe-Wolfinger, Helga; Prengel, Annedore & Reiser, Helmut (1990). Integrative Pädagogik in der Grundschule. Bilanz und Perspektiven der Integration behinderter Kinder in der Bundesrepublik Deutschland 1976-1988. DJI-Materialien: München.


Eberwein, Hans (1988) (Hrsg.). Integrationspädagogik: Kinder mit und ohne Beeinträchtigung lernen gemeinsam. Ein Handbuch. Weinheim: Beltz.


Gerhard, Ute (1990). Gleichheit ohne Angleichung. Frauen im Recht. München: Beck.

Glissant, Édouard (2005). Kultur und Identität. Ansätze zu einer Poetik der Vielheit. Heidelberg: Wunderhorn.


Hinz, Andreas (1993). Heterogenität in der Schule. Integration, Interkulturelle Erziehung, Koedukation. Hamburg: Curio.


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Köpfer, Andreas; Powell, Justin & Zahnd, Raphael (2021) (Hrsg.). Handbuch Inklusion international/International Handbook of Inclusive Education. Opladen, Berlin und Toronto: Barbara Budrich.


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Lindemann, Anke; Link, Jörg; Prengel, Annedore & Schmitt, Hanno (2020). Inklusive Tendenzen in der langen Geschichte grundlegender Bildung – Historische Spurensuche zum 100-jährigen Bestehen der Grundschule. In: Pädagogische Rundschau, 74 (1), S. 3-15.


Link, Jörg (2022). Gelingensbedingungen von Schulreform: Bildungshistorische Befunde als Schlüssel zum pädagogischen Verständnis von Schulentwicklungsprozessen und als Erweiterung des Theorieverbundes zur Schulreform. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. Verfügbar unter www.pedocs.de/volltexte/2023/26328/pdf/Link_2023_Gelingensbedingungen_von_Schulreform.pdf


Lütje-Klose, Birgit; Miller, Susanne; Schwab, Susanne & Streese, Bettina (2017). Inklusion: Profile für die Schul- und Unterrichtsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Theoretische Grundlagen – Empirische Befunde – Praxisbeispiele. Münster: Waxmann.


Lütje-Klose, Birgit; Neumann, Phillip; Gorges, Julia & Wild, Elke (2018). Die Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements (BiLieF) – Zentrale Befunde. In Die Deutsche Schule 110 (2), S. 109-123. Verfügbar unter Die_Bielefelder_Langsschnittstudie_zum_Lernen_in_i.pdf (01.08.2021)


Menke, Christoph & Pollmann, Arnd (2007). Philosophie der Menschenrechte. Hamburg: Junius.


Pelluchon, Corine (2019). Ethik der Wertschätzung. Darmstadt: Wbg.


Prengel, Annedore (1999) (unter Mitarbeit von Heinzel, Friederike; Geiling, Ute & Hemme-Kreutter, Marion). Vielfalt durch gute Ordnung im Anfangsunterricht. Opladen: Leske/Budrich.


Prengel, Annedore (2002). Ohne Angst verschieden sein? – Mehrperspektivische

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Prengel, Annedore (2007). Diversity Education – Grundlagen und Probleme der Pädagogik der Vielfalt. In Gertraude Krell; Barbara Riedmüller; Barbara Sieben & Dagmar Vinz (Hrsg.), Diversity Studies – Grundlagen und disziplinäre Ansätze (S. 49-67). Frankfurt am Main: Campus-Verlag.


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Prengel, Annedore (2013). Inklusive Bildung in der Primarstufe. Eine wissenschaftliche Expertise des Grundschulverbandes. Frankfurt am Main: Grundschulverband e.V..


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Prengel, Annedore (2017). Zur Relationalität und Veränderlichkeit von Differenzen - Intersektionale Forschungsperspektiven auf inklusive Pädagogik. In Jürgen Budde; Andrea Dlugosch & Tanja Sturm (Hrsg.), (Re)Konstruktive Inklusionsforschung. Differenzlinien - Handlungsfelder - Empirische Zugänge (S. 145-162). Opladen u.a.: Barbara Budrich.


Prengel, Annedore (2019, zuerst 1993). Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden: Springer VS.


Prengel, Annedore (2022). Schulen inklusiv gestalten. Eine Einführung in Gründe und Handlungsmöglichkeiten. Opladen: Budrich.


Preuss-Lausitz, Ulf (2019). Ergebnisse der Inklusions- und Separationsforschung nach zehn Jahren UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Bilanz und Perspektiven. In Zeitschrift für Heilpädagogik 10, S. 468-483.


Preuß, Bianca (2018): Inklusive Bildung im schulischen Mehrebenensystem. Behinderung, Flüchtlinge, Migration und Begabung. Wiesbaden: Springer VS.


Rackles, Mark (2021). Inklusive Bildung in Deutschland. Beharrungskräfte der Inklusion und notwendige Transformationsimpulse. Policy Papers 6, Berlin Mark Rackles Consulting.


Sturm, Tanja & Wagner-Willi, Monika (2018). Handbuch schulische Inklusion. Opladen und Toronto: Barbara Budrich.


Wagner, Petra (2017) (Hrsg.). Handbuch Inklusion. Grundlagen vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung (4. Aufl.). Freiburg, Basel und Wien: Herder.


Werning, Rolf (2017). Aktuelle Trends in inklusiver Schulentwicklung in Deutschland. Grundlagen, Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven. In Birgit Lütje-Klose; Susanne Miller; Susanne Schwab & Bettina Streese (Hrsg.), Inklusion: Profile für die Schule und Unterrichtsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Theoretische Grundlagen – Empirische Befunde – Praxisbeispiele (S. 17-30). Münster: Waxmann.


Zitationsvorschlag:

Prengel, Annedore (2024). Pädagogik der Vielfalt. In Gender Glossar / Gender Glossary (34 Absätze). Verfügbar unter http://gender-glossar.de


Peristente URN:


 

Prof. Dr. Annedore Prengel

  • im Ruhestand an der Universität Potsdam,

  • Schwerpunkte: Inklusive Pädagogik, Pädagogische Beziehungen, Pädagogikethik.

  • prengel@uni-potsdam.de

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